Griechenland bestimmt die Märkte

So ein kleines Land mit im Vergleich zu den täglichen Billionen an Finanzströmen im Finanzmarkt kleinen Schulden bewegt die ganze Welt. Ein schnelles Ende könnte in Sicht sein, wird sich vielerorts herbeigewünscht, wie auch immer es ausfallen sollte, je nach Sichtweise…

Aber es ist kein Ende in Sicht. Selbst wenn der 30.06. ohne offizielles Pleiteeingeständnis verstreicht, war es nur einer von vielen Ultimato-Terminen der nächsten Monate, an denen Griechenland fällige Schulden begleichen sollte. Auch die Politik macht nicht den Eindruck, sich einigen zu wollen.

Was will ich damit sagen? Hoffnung stirbt zuletzt… und so begannen die letzten 3 Krisen, die ich begleiten durfte am Finanzmarkt. Noch ist nicht klar, wie dieses kleine Thema an den Finanzmärkten die reale Weltwirtschaft trifft und bremst. Die Reaktionen aller Teilnehmer der Märkte danach bestimmt dann das Ausmaß einer evtl. Krise der nächsten Wochen/Monate.

Deshalb hier wieder mein Tipp, wie schon zu Beginn der Finanzkrise 2007/2008: wer kurzfristig orientiert ist (weniger als 2 Jahre), aber langfristige Anlagen hält (Aktienhaltige Anlagen), sollte lieber heute als morgen an einen Verkauf denken. Wer aber langfristig orientiert bleibt (Verfügbarkeit des Geldes erst 5 Jahre und später in Betracht gezogen), gehört zu den Gewinnern, wenn er weiter „dabei bleibt“, also nicht jetzt verkauft. Das falsche Timing sowohl eines zu späten Ausstiegs als  auch eines zu späten Wiedereinstiegs ist der Hauptgrund, in Krisenzeiten reell Geld zu verlieren. Nicht das „Mitmachen der Krise“!

Die nächsten Wochen werden uns noch sehr beschäftigen, Besonnenheit hat sich bisher immer ausgezahlt.